Geocaching: Die verschiedenen Cache-Typen

Nach einigen Geocachtexten die nur mit Frankfurt (Oder) zutun hatten, kommen jetzt ein paar allgemeinere Texte zum Geocachen. Heute die verschiedenen Cache-Typen:

Die „alltäglichen“ Caches

  • Traditional Cache:

Dieser Cache ist quasi der Ur-Vater aller Caches, mit dem im Jahr 2000 alles anfing. Der Cacher bekommt von Beginn an die Koordinaten, die auf das Versteck des Caches verweisen. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dieser Cachetyp ist einfacher zu finden als andere. Durch ausgeklügelte Ideen und findige Verstecke kann auch dieser Cachetyp Zeit und Nerven kosten.

  • Multi-Cache:

Dieser Typ weist, wie der Name schon sagt, mehrere Stationen auf. Dabei muss der Cache über mindestens eine Station/Stage geführt werden. Dies kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen. In der Regel finden die Cacher bei den einzelnen Stationen einen Hinweis oder die Koordinaten für die nächste Station, beziehungsweise für das Cacheversteck. Dieses Versteck wird unter Cachern auch als „Final“ bezeichnet. Die einzelnen Zwischenstationen können unter Umständen auch trickreicher gestaltet werden. Durch Rätsel oder Aufgaben, die vor Ort oder bereits vorher zu Hause gemacht werden, kann ein Multi-Cache immer interessante Wendungen bekommen.

  • Mystery-Cache:

Ein Mystery-Cache oder auch Rätsel-Cache setzt häufig Vorarbeit zu Hause voraus. Dabei sind die angegebenen Koordinaten nicht die des Caches, sondern willkürlich gewählte Punkte. Die tatsächlichen Koordinaten müssen mit Hilfe der Rätsel ermittelt werden. Dabei gibt es unzählige Möglichkeiten an Rätseltypen. Von Physikalischen Rätseln, über Mathematik-Rätsel bis hin zu Bilderrätsel oder einfache Internetrecherche ist alles möglich. Es sind keine Grenzen gesetzt. Beim Cache selbst handelt es sich in der Regel um einen Traditional- oder Multi-Cache.

  • Letterbox-Hybrid

Das Letterboxing ist ein ähnliches Spiel wie Geocachen. Die Letterbox-Caches können häufig auch ohne Hilfe von GPS-Empfängern gefunden werden. Im Cache selbst befindet sich ein Stempel mit dem der Logeintrag durchgeführt werden soll. Ebenfalls wird häufig erwartet, dass die Suchenden ihren eigenen Stempel im Logbuch eintragen. Das Letterboxing selbst ist wesentlich älter als Geocachen und wird schon seit Ende des 19. Jahrhunderts gespielt.

Keine Dose, aber nicht weniger Spaß

  • Virtual-Cache:

Dieser Cache-Typ ist einer der „aussterbenden“ Caches bei geocaching.com. Diese Caches können zwar noch geloggt, aber nicht mehr „versteckt“ werden. Es handelt sich dabei nicht um einen tatsächlich vorhandenen Cache, es kann also keine Dose gefunden werden. In der Regel muss ein Ort aufgesucht werden und dem „Cache-Owner“ müssen per Email Fragen beantwortet oder ein Foto des Cachers vor bestimmten Objekten zugesandt werden. Dieser erteilt anschließend die Logfreigabe für den Cacher, so dass dieser den Cache als gefunden angeben kann. Da diese Art des Caches immer mehr zur Internetrecherche und Fotomontagen führte, wurde von geocaching.com beschlossen, dass keine neuen Virtual-Caches gelegt werden können.

  • Webcam-Cache:

Auch dieser Cachetyp kann bei geocaching.com nur noch gefunden werden. Dabei müssen die Cacher, wie beim Virtual-Cache, einen Ort aufsuchen und die Logerlaubnis beim „Cache-Owner“ per Bildbeweis holen. Der Clou bei diesem Cache-Typ ist das Fotografieren per Webcam, das heißt der Cacher sucht eine am Ort vorhandene Webcam auf und lässt sich von dieser aufnehmen. Dabei ist er auf einen Freund angewiesen, der zu Hause am Computer zur selben Zeit das Foto der Webcam speichert. Dieses Foto gilt dann als Beweis für das Aufsuchen der Cache-Location und der Cache kann als gefunden gewertet werden.

  • Earth-Cache:

Ein Earth-Cache soll den Cacher an einen geologisch Interessanten Ort führen. Vor Ort müssen dann, ähnlich wie beim Virtual-Cache, Fragen beantwortet, beziehungsweise Fotos gemacht werden, es ist also keine Dose zu finden. Geologisch Interessante Orte können dabei zum Beispiel Erdrutsche, Seen, Höhlen oder auch Gräben und Schluchten sein.

  • Reverse-Cache:

Auch Locationless-Cache genannt. Dabei handelt es sich bei diesem Typ um das ungefähre Gegenteil eines Traditional Cache. Vorgegeben ist hier nicht die Koordinate, sondern der Gegenstand. Dabei kann es sich um alles Mögliche, wie zum Beispiel Windkrafträder, pinke Fahrräder oder gelbe Telefonzellen, handeln. Ziel des Cachers ist das Fotografieren des Objektes um die Logfreigabe zu erhalten. Bei geocaching.com ist diese Form des Caching nicht mehr gültig.

Gemeinsam stark

  • Event-Cache:

Diese Form des Cache ist eine Ereignis bei dem Cacher regional oder überregional zu einer bestimmten Zeit oder über einen bestimmten Zeitraum zusammenkommen um sich auszutauschen oder gemeinsam zu cachen. Dabei wird der Besuch des Events online angekündigt, damit sich der Veranstalter auf die Anzahl der Cacher einstellen kann. Eine häufige Form der Eventcaches sind sogenannte Stammtische, bei denen sich Cacher einer Region regelmäßig treffen.

  • Mega-Event-Cache:

Ein Mega-Event-Cache wurde von Groundspeak eingeführt und ist effektiv dasselbe wie ein Event-Cache, nur mit einer Mindestzahl von 500 Teilnehmern. Diese Mega-Events beginnen als Event-Cache, werden aber bei Erreichen der Mindestteilnehmerzahl als Mega-Event gewertet.

  • Cache-In-Trash-Out-Events:

Ziel dieser Events ist es, in einem festgelegten Gebiet, gemeinsam Müll aus der Natur zu entfernen und stattdessen Caches zu verstecken.

  • 10 Years! Event-Cache:

Hierbei handelt es sich um einen, speziell zum 10-jährigen Jubiläum des Geocaching, eingeführten Cachetyp die in der Zeit vom 30 April – 3 Mai 2010 veranstaltet wurden.

Sonderformen und Kombinationen

  • Wherigo-Cache:

Beim Wherigocachen wird die Realität mit einer virtuellen Anwendung kombiniert. Erreicht der Cacher eine vom „Cacheowner“ vorgegebene Koordinate, startet die Anwendung und der Cacher bekommt Aufgaben, Rätselfragen, et cetera. Dafür ist es erforderlich ein Wherigo-Fähiges GPS-Gerät zu besitzen. Weitere Informationen und die sogenannten Cartridges, das heißt die Anwendungsdaten, erhält der Suchende im Netz.

  • Project A.P.E. Caches:

2001 wurden 14 Caches, in Zusammenarbeit mit 20th Century Fox, zur Premiere des Films „Planet der Affen“ versteckt. Diese Caches befinden sich in den USA, sowie Südamerika und Japan. Dabei wurden die Verstecke und „Geschichten“ der einzelnen Caches in Anlehnung an den Film ausgewählt. Von diesen Caches sind nur noch wenige aktiv.

  • Drive-In:

Eigentlich ein „normaler“ Traditional in der Abwandlung, dass dieser direkt und sehr bequem mit dem Auto erreichbar ist, so dass häufig nur noch wenige Meter zu Fuß zurückgelegt werden müssen. Besonders in Deutschland beliebter Cachetyp.

Die Nacht zum Tage gemacht

  • Nacht-Caches:

Wie am Namen unschwer zu erkennen, handelt es sich um eine Sonderform die in völliger Dunkelheit stattfindet. Dabei machen sich die Cacher mit Hilfe von Taschenlampen auf die Suche nach dem Cache, bei dem es sich um einen Traditional-, Multi- oder auch Mysterycache handeln kann. Die einfachste Methode zum Führen der Cacher besteht aus dem anbringen kleiner Reflektorpunkte, die durch direktes bestrahlen mit der Taschenlampe das Licht zurückwerfen und somit den Weg vorgeben. Darüber hinaus kann auch Spezialequipment wie zum Beispiel UV-Lampen erforderlich sein um mit, auf UV-Licht reagierender Farbe, gezeichnete Botschaften zu finden. Der Fantasie sind bei dieser Cacheform dabei keine Grenzen gesetzt. Bei äußerst anspruchsvollen Caches kommen auch akustische Wegweiser oder einfache Leuchtdioden zum Einsatz.

The Hawks

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