Geocaching: Verhaltensregeln für Schatzsucher

Geocachen ist Einerseits eine schöne Sache, weil das Hobby gerade Familien dazu animiert, sich körperlich zu betätigen und die Freizeit in der Natur zu verbringen. Anderseits machen sich Umweltschützer zunehmend Sorgen, dass Geocacher Schaden in Wald und Flur anrichten. In der Schweiz gibt es bereits Bestrebungen von Jägern und Förstern, das Geocaching ganz zu verbieten. Damit es in Deutschland nicht auch so weit kommt und das Hobby nicht in Verruf gerät, ist es wichtig, dass sich Geocacher einen freiwilligen Verhaltenskodex auferlegen.
deshalb heute einige Geocaching-Verhaltensregeln für Schatzsucher:

Heben Sie einen Cache nur, wenn keine Muggel (ahnungslose Nicht-Geocacher) in der Nähe sind, die Sie beobachten und nach Ihnen ebenfalls den Schatz inspizieren. Muggel wissen nicht, was sie mit der gefundenen Schatzdose anstellen sollen und entfernen sie möglicherweise, obwohl die meisten Caches klar als solche gekennzeichnet sind. Dann geht der nächste Schatzsucher leer aus, und das ist nicht der Sinn der Sache. Geocaching ist eine Endlos-Schatzsuche, die jedem offensteht. Deswegen werden Schätze auch nie aus dem Cache entfernt, sondern nur getauscht.

Beim Tauschen gilt „trade up or trade equal“. Gegenstände sollen also nur gegen gleich- oder höherwertige ausgetauscht werden, ein „down-trade“ (Tausch gegen Dinge mit geringerem Wert) gilt als äußerst unfein. Ist der Schatzhandel abgeschlossen und der Logbucheintrag geschrieben, verschließen Sie die Dose wieder gut und verstecken Sie sie an exakt der Stelle, an der Sie sie gefunden haben. Offenes Liegenlassen oder Versetzen eines Caches ist unsportlich und verdirbt dem nächsten Schatzsucher den Spaß.

Ein respektvoller und umsichtiger Umgang mit der Natur sollte für Geocacher selbstverständlich sein. Bleiben Sie so lange wie möglich auf den Wegen und verzichten Sie auf Abkürzungen quer durchs Unterholz. In Naturschutzgebieten ist das Verlassen der Wege aus gutem Grund verboten (NSG sind auf der Geocaching-Karte rot eingezeichnet, dort gelten eigene Vorschriften). Manche Caches sind zudem zur Brut- und Setzzeit von den Cache-Ownern ausdrücklich gesperrt. Halten Sie sich an solche Sperrzeiten. Achten Sie darauf, das Wild nicht durch unnötigen Lärm zu beunruhigen. Und hinterlassen Sie die Fundstelle nicht so, als hätte eine Wildschweinrotte das Gelände umgegraben.

„Cache in, trash out“ („Schatz rein, Müll raus)“, eine Initative der Geocaching-Community, fordert dazu auf, während der Schatzsuche Müll vom Wegrand einzusammeln und zu entsorgen. Das ist zwar keine Vorschrift, aber eine feine Sache.

Geocaching-Verhaltensregeln für Schatz-Verstecker

Wenn Sie Schätze verstecken, überlegen Sie sich, wo Sie das tun wollen. Eine Intention des Geocaching ist es, anderen Cachern landschaftlich reizvolle Ecken mit schönen Aussichten oder kulturell sehenswerte Orte zu zeigen, die man sonst vielleicht gar nicht findet. Einige Orte sind gefährlich und damit tabu. Dazu zählen Flughäfen, Gleisanlagen, Schleusen, Schießanlagen oder einsturzgefährdete Gebäude. Auch an Orten, an denen sensibel auf ominöse Plastikbehälter und herumschleichende Personen reagiert wird, haben Caches nichts verloren. Auf dem Gelände einer amerikanischen Botschaft oder einer jüdischen Synagoge lösen Sie womöglich einen Bombenalarm aus, was unangenehme und kostspielige Folgen hat.

Geocaches sollen frei zugänglich und legal erreichbar sein. Privatgrundstücke oder Orte, bei denen erst Eintritt bezahlt werden muss, scheiden also aus.

Auch beim Inhalt der Caches gibt es ein paar Richtlinien. Lebensmittel und stark riechende Gegenstände gehören nicht in die Dose. Gerade Wildschweine mit ihrer guten Nase neigen dazu, den Cache auszugraben und den Inhalt im Wald zu verstreuen. Da viele Geocacher minderjährig sind, haben auch Artikel ohne Jugendfreigabe nichts im Cache zu suchen. Dasselbe gilt für Alkohol, Tabak oder Waffen.

The Hawks

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