Geocaching in Schwedt

Eine Stadt Schrumpft sich gesund…

Seit 1997 wird die 36.000-Einwohner-Stadt Schwedt systematisch geschrumpft. Weil die Menschen die Industriestadt im äußersten Norden Brandenburgs verlassen und die Bevölkerungszahl seit der Wende um ein Drittel zurückgegangen ist, musste die Stadtführung reagieren. Sie beschloss, ganze Viertel einzustampfen, um die Stadt vor der Verwahrlosung zu bewahren. Jetzt schrumpft Schwedt von außen nach innen: Knapp 5000 Wohnungen sind bereits verschwunden, mehrere tausend Menschen wurden umgesiedelt. Auf der Straße trifft man fast nur Menschen, die in den letzten Jahren ihre Wohnung wechselten.

Hier findet ihr die letzten Überreste der ehemaligen Plattenbausiedlungen in Schwedt.

Als Erinnerung an die Vergangenheit hatte die Stadt beschlossen Teile einer Plattenbausiedlung stehen zulassen und von Freiwilligen Schülern bemalen zulassen.

Ein Bild kann mensch sich davon mit dem Mystery von ToMmElBoMmEl90 „Platte für Platte“ machen.

Zu den markantesten Bauwerken der Stadt neben den Plattenbauten, gehört das im Jahr 1911 errichtete Wasserwerk. Der Wasserturm ist weithin sichtbar.

Die Inbetriebnahme der Anlagen trug einst zur wesentlichen Verbesserung der Infrastruktur der Stadt bei. Mit den seinerzeit sehr modernen Aufbereitungsanlagen konnte durch physikalische, chemische und bakterielle Verfahren eine völlig neue Qualität des Trinkwassers erreicht werden. Das Düsseldorfer Architekturbüro Heinrich Scheven entwarf die Pläne für die Gebäude. Es entstanden, dem Zeitgeschmack folgend, solide, Sicherheit und Beständigkeit ausstrahlende Wasserwerksgebäude. Die städtische Wasserversorgung arbeitete nach dem Verästelungsnetzsystem. Die drei Funktionsgebäude – Brunnenhaus, Enteisenungsanlage und Pumpenstation – haben einen annähernd gleichgroßen rechteckigen Grundriss und flache Satteldächer. Die einheitliche Gliederung aller drei Gebäude wird auch deutlich durch Ecklisenen, die die großen Putzflächen fassen.

Die Anlage wurde ursprünglich von einem 45 Meter hohen Wasserturm beherrscht. Sein schwach konischer Schaft hat einen bis zum dritten Geschoss reichenden achteckigen Sockel. Der sich auf dem Turmschaft abstützende Wasserbehälter aus Stahl besaß ein Fassungsvermögen von 250 m³.

1965 wurde die Anlage stillgelegt. Durch die schnelle Zunahme der Schwedter Bevölkerung reichten Wasserdruck und Wassermenge nicht mehr aus.
Bei einem Sturm stürzten in den 1980er Jahren Haube und Turmbekrönung des Wasserturms ein. Der schnelle Verfall des nun offenen Turmkopfes führte 1993 zur Demontage von Kopf samt Wasserbehälter.

1995 erfolgte unter weitgehender Beibehaltung der baulichen Gegebenheiten der Umbau zu einer Hotel- und Restaurantanlage. Hierbei erhielt der Turm wieder eine Haube und eine goldenen Turmbekrönung, so dass der Wasserturm zusammen mit den Türmen der evangelischen und der katholischen Kirche die Silhouette der Stadt erneut bestimmt.

Im September bekam der Wasserturm einen Tradi von Svennibeny

Monplaisir

Auf dem ehemaligen Vorwerk am Rand vom Heinersdorfer Forst ließ Markgraf Phillip Wilhelm um 1700 das Jagd- und Lustschloss Monplaisir bauen und ein Park anlegen. Von der Schlossfreiheit am Schwedter Schloss führte eine Allee in gerader Richtung weiter zur Anlage Monplaisir. Der Schwedter Baumeister Georg Wilhelm Berlischky entwirft das 1778 gebaute neue Schloss für Markgraf Friedrich Heinrich. Es ist im Kern ein eingeschossiger Putzbau von neun Achsen mit erhöhtem zweigeschossigen, fünfachsigen Mittelteil.
Schon um 1800 wird das baulich veränderte Haus zur Wohnung des Hofgärtners, der hier einen Ausschank betrieben haben soll. Um 1830 entsteht der bis jetzt noch in großen Teilen erhaltene Garten, sogar mit Fasanerie. Monplaisir wird bis ins 20. Jahrhundert zu einer beliebten Ausflugsgaststätte. Ab 1990 setzt mit dem Leerstand der Verfall ein. 2005 wird der Preussischer Kulturverein Monplaisir e.V. Eigentümer des Hauses, mit dem Ziel der Einrichtung eines Kultur- und Informationszentrums.

Im April des Jahres 2011 platzierte Clann hier einen Geocache.

Hier ist erstmal Schluss vieleicht gibt es noch einen Zweiten Teil, bin ja noch eine Woche in Schwedt.

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