GC3R0TA: Jacobsdorfer Runde – „Kuhweide“

Die texanische Sonne drückt von Oben. Auf der Weide glotzen mir ein paar Kühe gelangweilt entgegen. Die staubige Strasse nimmt kein Ende und vor mir hat eine Klapperschlange ihre Spuren, fast wie das Profil eines breiten Traktorreifens, in den Sand gegraben. Eine Krähe flattert behäbig vor mir auf. Ein trockener Windstoß bläst mir Sand ins Gesicht und lässt das rostige Gatter gespenstisch krarren. Ein Windrad dreht sich einsam in der Ferne. Alles ist so trocken. Durst.
Nachdem ich eine Ewigkeit durch die Prärie getorkelt bin, erreiche ich ein Wasserloch. Das Wasser steht, ist brackig und nur noch ein Nährboden für Moskitos. Am Wegesrand steht ein Kreuz. Muss wohl das traurige Ende eines unbekannten Pilgers sein. Hoffentlich finde ich den Weg aus dieser Ödnis zurück. In der Thermik über mir kreist ein Geier. Oder ist es nur die Krähe von vorhin? Ich weiss es nicht. Ist mir auch egal. Ich. Schleppe. Mich. zurück. Durst.

P.S. In Wirklichkeit habe ich die Dose schnell gefunden; allerdings hat mich die staubige Strecke, die stehende Luft, die absolute Ruhe und natürlich auch die Temperatur etwas inspiriert. Vielleicht liegt es auch nur an dem Clint Eastwood Film, der momentan im Hintergrund läuft.

wyvern

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