GCR10B: 544-2 bis in die Spitze

Nachdem uns die nette Frau am Eingang den Flyer und den Rat mit auf dem Weg gab, den Rucksack doch bei ihr zu lassen, da es oben sehr warm und zudem die Treppen manchmal bei „Gegenverkehr“ recht eng sein können, sind wir losgezgen und haben die ersten Stufen ja auch noch mitgezählt. Irgendwann kam aber der Punkt, an dem die leise mitgezählte Stufenanzahl auseinander driftete. Also haben wir es einfach gelassen – immerhin steht ja im Listing und im Flyer, wie viele Stufen es sind.

Nach der ersten Wendeltreppe wurden die Treppen zumindest breiter, aber wie prophezeit wurde es zunehmend wärmer, sodaß wir die Aussicht an den zugigen, halboffenen Fenstern genossen. Als wir nur noch etwa 1/e zu bewältigen hatten, joggte ein junger Mann an uns vorbei. Ich hielt ihn für den Cacheowner, auf dem Weg zur wöchentlichen Wartung, nahm er doch die Stufen, als wäre er hier zu Hause. Zudem hatte er eine Sport-Trinkflasche dabei. Also immer hinterher. Auf der letzten Plattform nutzte xeno die Sitzgelegenheiten und schickte mich allein nach oben. Also gut. Immerhin wartet da ja eine Aussicht und eine Dose!

Oben angekommen saß der junge Mann bereits auf einem der Stühle, freute sich und quasselte gleich munter drauf los. Während ich ein paar Fotos schoss, linste ich heimlich nach der Dose, konnte aber keine finden. Also musste ich etwas offensiver suchen, wollte aber – cacheowner hin oder her – das nicht in Anwesenheit eines vermeintlichen Muggels tun. Vielleicht wartet der owner ja nur darauf, daß ich verschwinde. Was also tun? GPS rausholen? „544-2 bis in die Spitze“ als Erkennungsparole rufen? Ich frug ihn, ob er öfter hier oben sei, allerdings meinte er, daß er zum ersten Mal hier wäre. Vielleicht ein anderer Geocacher? Ein junger Mann stieg die Treppen hinauf, schaufte und wurde gleich von der Quasselstrippe begrüßt. Dieser nuschelte ein paar Worte in Englisch und drehte sich zu seinem deulich mehr schnaufenden Vater um. Jetzt lungerten da also drei Muggel herum. Ein Abstieg kam nicht in Frage! Also dampfte ich im eigenen Saft vor mich hin, fotografierte in alle Himmelsrichtungen und gab vor, hier so schnell nicht wieder zu verschwinden.

Ich stellte mir vor, wie wir beide hier alleine, wie in einer Sauna, (mit viel Glück) schweigend auf den Holzstühlen saßen und darauf warteten, daß der Andere endlich verschwände, nur um dann nach einer Ewigkeit festzustellen, daß wir beide das selbe Ziel hatten.

Plötzlich sprangen alle auf und marschierten nach unten. Schnell war die Gelegenheit und die Dose ergriffen, bevor die Quasselstrippe oder ein vergleichbarer Muggel es sich hier oben gemütlich machen könnte. Die DOse hat übrigens keinen Deckel mehr, was das Loggen und Zurücklegen allerdings deutlich erleichtert – und nass werden kann der Logstreifen ja nur durch Geocacherschweiss.

Erleichtert ging es an den Abstieg. Am Eingang bot uns die nette Frau hinter dem Tresen gleich ein paar Servietten und Gratiswasser an. Es scheint, als habe man sich inzwischen darauf eingestellt.

Ob das jetzt der owner oder ein anderer Geocacher war, kann ich nicht sagen. Wer weiss. Kann sein. Muss aber nicht. Toll war die Dose aber trotzdem!

wyvern

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter wyvern's Abenteuer veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s